Im Rahmen des so genannten "Hochschulpaktes" plant das hessische Wissenschaftsministerium (HMWK), die Mittel der Universitäten ab dem kommenden Jahr um insgesamt 34 Millionen Euro zu kürzen. Für die Phillipps-Universität Marburg bedeutet dies ein Minus von etwa 4,4 Millionen Euro. Dadurch kommt es an sämtlichen Fachbereichen zu Kürzungen von rund 200.000 Euro, was im Durchschnitt etwa 10 Prozent des jeweiligen Jahresbudgets der Fachbereiche entspricht. Da die Personalkosten den Großteil der Ausgaben der Hochschulen darstellen, sind gravierende Einschnitte abzusehen. Besonders da die Anzahl der Studierenden in Marburg immer weiter wächst und viele Fachbereiche bereits jetzt den aktuellen Studierendenzahlen kaum gewachsen sind.

Nach einem Aufruf der Fachbereichsleitungen haben sich am Donnerstag etwa 500 Studierende aller Fachrichtungen vor der Alten Aula versammelt. Sie nutzten die Amtseinführung der neu gewählten Präsidentin, Prof. Dr. Krause, bei der auch die Wissenschaftsministerin anwesend war, um ihrem Protest gegen die Kürzungen Ausdruck zu verleihen. Darüber hinaus haben die Fachbereiche geschlossen dazu aufgerufen, den Protest am 11. Mai anlässlich einer Tagung der Hochschulleitungen in Wiesbaden fortzusetzen.
Wir Marburger Piraten schließen uns diesem Aufruf an. Denn in einer Stadt wie Marburg, die maßgeblich auf die Qualität der Universität angewiesen ist, haben derartige Kürzungen fatale Folgen.