"Unter Deck": Nachlese zu Vorstandssitzung und Stammtisch am 14.10.2010

Bei unserer letzten Vorstandssitzung mit anschließendem Stammtisch waren fünf Piraten, zwei Gäste und ein Hund anwesend. Zu unserer großen Freude konnten wir endlich wieder oben auf der Empore am ovalen Tisch Platz nehmen. Bei der Vorstandssitzung ist nicht viel Spannendes passiert, weswegen ich hier an dieser Stelle einfach nur auf des zugehörige Protokoll verweise.

Gleich zu Beginn gab es eine hitzige Diskussion, denn bei der letzten Vorstandstelko des Landseverbandes wurde kommuniziert, das die Prüfung der Rechenschaftsberichte durch eine Wirtschaftsprüfung die hessischen Kreisverbände mit erheblichen Summen belasten wird. Noch übernimmt der Landesverband die Kosten, aber es ist zu erwarten das sich dies für die Rechenschaftslegung 2010 ändern wird. Wir fragen uns warum dies so teuer ist, ob das so sein muss und wie es dazu gekommen ist? Weil uns konkrete Informationen fehlen, will sich Andi bis zum nächsten Stammtisch kundig machen.

Wir haben über die Organisation der Mitfahrgelegenheiten zum Landesparteitag in Froschhauen am Wochenende gesprochen. Einige fahren, die meisten (leider) nicht. Alle sind gespannt auf den Verlauf und die Ergebnisse des Parteitages. Außerdem hat uns Christian seinen Satzungsänderungsantrag für größere Flexibilität der Verteilungsschlüssel der Mitgliedsbeiträge gewährleisten soll und er wirbt am Stammtisch für Zustimmung.

Manuel hat mit dem Verantwortlichen für den Breitbandausbau telefoniert, nachdem Anfang der Woche in der OP ein paar Berichte dazu veröffentlicht worden waren. Er kam zu dem Schluss das es sich um einen völlig intransparenten Vorgang handelt, bei dem unsere Mitarbeit ausdrücklich nicht erwünscht ist. Manuel will zusammen mit anderen den Hintergrund dieses Themas recherchieren, damit wir dazu eine Veröffentlichung produzieren und als offenen Brief, oder als Leserbrief veröffentlichen können.
In diesem Rahmen haben wir auch noch allgemein über unsere Öffentlichkeitsarbeit gesprochen. Denn diese ist verbesserungswürdig, sodass wir im Gegensatz zu den anderen Parteien praktisch keine mediale Aufmerksamkeit bekommen. Ganz selbstkritisch haben wir festgestellt, dass es uns an internen Verantwortlichkeiten und an persönlichen Kontakten zu den Medien fehlt. Und das wir daran dringend arbeiten müssen um in Zukunft unser Potential besser ausschöpfen zu können.

Thumay hat eine Renaissance seiner "Expertenidee" vorgeschlagen hat, bei der sich möglichst jeder sich ein konkretes Thema als Pate suchen soll. Anschließend soll er für andere Piraten Ansprechpartner sein und nach Möglichkeit diesen Punkt im Wahlprogramm verfassen. Dabei kann jeder natürlich nur im Vergleich zu den anderen Piraten ein Experte sein, wie wir feststellen mussten. Außerdem stellt sich die Frage nach der Legitimation der Experten.

Dabei kam uns allerdings eine neue Idee: In Zukunft wollen wir pro Stammtisch ein oder zwei Themen in einer "Diskussionsrunde" bearbeiten. Dabei bereitet ein "Experte" sein Thema vor, gibt kurz eine Einführung und stellt dann fünf bis sechs Thesen zur Diskussion, die das Thema möglichst gut umreissen. Anschließend diskutiert der Stammtisch über Pro/ Contra der einzelnen Thesen, wobei die einzelnen Punkte gesammelt werden. Sobald sich die Diskussion im Kreis dreht kommt gnadenlos die nächste These an die Reihe. Wenn alle Thesen diskutiert wurden, werden die einzelnen Punkte zu den Thesen zu einem Konsens zusammengefasst. Als Abschluss wird dann ein Dokument zu diesem Thema verfasst, abgestimmt und veröffentlicht. Das soll alles also mit einer konkreten Zielsetzung geschehen wie Sascha das vorgeschlagen hatte, die aber auch etwas anders als nur die Verfassung eines "Positionspapieres" sein könnte. Hauptsache es ist eine zielgerichtete Diskussion, die uns im Hinblick auf die Kommunalwahl vorwärts bringt. Alle Anwesenden fanden die Idee gut, darum wollen wir die Idee gleich beim nächsten Stammtisch mit Tonio und "Energie" und Manuel mit "Breitbandausbau" ausprobieren. Es bleibt also spannend beim Marburger Stammtisch!

Zum Abschluss haben wir noch über die Kommunalwahl als solche gesprochen. Denn uns fehlen noch einige Leute um die Listen für die Wahl voll zu kriegen. Wir haben über den Weg der Gießener gesprochen, die hatten ihre Mitglieder direkt angesprochen, bzw. angerufen und dann zur Aufstellung befragt. Sie hatten damit Erfolg und haben eine optimale Länge ihrer Liste erreicht, aber wir fanden das Datenschutztechnisch doof. Die Teilnehmer der PG Kommunalwahl haben nochmal dazu aufgerufen sich an der Gestaltung des Programms zu beteiligen, denn langsam wird die Zeit zum Kreisparteitag Ende November knapp! Christian hat dann noch seine Idee einen Wahlprüfstein in der Form eines Fragebogens an die OB-Kandidaten der anderen Parteien zu verschicken - wir als Piraten werden wohl keinen Stellen können - um eine Einschätzung hinsichtlich der "Piratigkeit" der Kandidaten zu machen und auf unserer Website zu veröffentlichen. Eine Wahlempfehlung wurde übrigens allgemein von den Teilnehmern des Stammtisches abgelehnt.

Und eine Idee hatten wir noch: Für eine bessere Kommunikation könnte man Radio machen bei Radio Unerhöhrt, wobei der Einwand kam, dass es vielleicht eher Radio ungehört ist... Darum kam die Idee auf einen eigenen Podcast zu produzieren um mehr Kommunikation nach Außen hin zu betrieben. Ein Vorbild wären die Münsteraner Piraten mit dem "Piratencafe",  das könnte uns helfen potentielle Wähler unter den Studenten in Marburg besser zu erreichen. Thumay könnte die nötige Technik besorgen, allerdings fehlt es der Idee offenbar noch etwas an Reife... Wir werden sie auf jeden Fall im Auge behalten!